Wohneigentum und Pensionierung

Wohneigentum und Pensionierung

Immobilienbesitzer müssen ihre Wohnsituation wegen ihrer Pensionierung überdenken

Zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer leben nach der Pensionierung im eigenen Haus. Freiräume im Wohneigentum zu pflegen sind in der Altersvorsorge beliebt.

Hinzu kommt die emotionale Verbundenheit mit Ihrer Familie in einer Immobilie, die Sie für Ihre Bedürfnisse nutzen können. In diesem Artikel erhalten Sie einen kurzen Überblick über die Finanzen.

Kaum ist das Pensionsalter erreicht, rücken andere Prioritäten in den Fokus. Es gibt Pläne für freiwillige Engagements und Reisen. Tagesstrukturen lassen sich flexibler gestalten. Gewohnheiten nehmen neue Formen an. Mit der Pensionierung verändert sich auch die Einkommens- und Lebenssituationen. Deshalb wird eine Analyse der eigenen Finanzen wichtig.

Nach der Pensionierung verdienen Sie zwar weniger, doch die Bank berechnet auch im Rentenalter Hypothekarzinsen.

Hausbesitzer stehen manchmal vor der Herausforderung, dass ihr Eigenheim zu gross ist, weil die Kinder ausgezogen sind. Viele Räume sind unbewohnt oder die Liegenschaft ist nicht barrierefrei.

Für den Verbleib in den eigenen vier Wänden sprechen finanzielle Gründe. Wohnkosten können im Rentenalter durch die Amortisation der Hypothek gesenkt werden. Wenn Sie aber mit einer Mietwohnung liebäugeln, bestimmt der Mietzins ihre finanziellen Ressourcen.

Deshalb sollten schon vor der Pensionierung Überlegungen zur Hypothek gemacht werden. Dann heisst es stark reduzieren oder ganz abzahlen. Möchten Sie die Hypothek reduzieren, sollten Sie ein Budget erstellen und langfristig überlegen, was Sie für den Lebensunterhalt benötigen. Möglich wäre es, die Hypothek aufzustocken. Allerdings ist dieses Vorgehen an die Bedingungen einer Bank gebunden mit Angaben zur Lebenserwartung, der Tragbarkeit sowie der Belehnungshöhe. Wenn Ihre Liegenschaft jedoch nur noch mit einer geringen Hypothek belastet ist, könnte es sich lohnen, die Kosten neu zu berechnen und abzuklären, ob eine Mietwohnung günstiger wäre. Hier sind Nebenkosten, Unterhaltskosten und wertvermehrende Investitionen und Hypothekarzinsen einzubeziehen.

Bei den Steuerabgaben zählt der Eigenmietwert. Wohnkosten sollten höchstens einen Drittel des Einkommens ausmachen. Bei vielen Banken muss die zweite Hypothek bei der Pensionierung amortisiert werden.

Sollte ein Wechsel Ihres neuen Zuhauses bevorstehen, lohnt es sich auch, einige Fragen zu beachten:

  • Ist mein Wohnort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar?
  • Gibt es in meinem Wohnquartier ein soziales Netzwerk, etwa in Form einer Nachbarschaftshilfe?
  • Stehen Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe zur Auswahl?
  • Welche Fachpersonen stehen für die Gesundheitsvorsorge bereit?

Überlegungen sind sicher auch sinnvoll, wie Sie den Nachlass Ihrer Immobilie mit Kindern und Verwandten regeln.

Finanzen und Steuern haben einen offensichtlichen Einfluss auf Ihren gesamten Lebensbereich. Deshalb ist eine Beratung bei Experten durchaus sinnvoll.

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