Wohneigentum im Kanton Zug

Wohneigentum im Kanton Zug

Wohneigentum im Kanton Zug: Aktuelle Entwicklungen und Prognosen

Der Schweizer Immobilienmarkt ist einem Wandel ausgesetzt. Wohneigentum ist gesucht wie selten zuvor. Homeoffice, mehr Wohnqualität und günstige Finanzierungskonditionen lassen die Nachfrage weiter steigen. Das gilt besonders für Wohneigentum im Kanton Zug. Das Kaufangebot wird knapper und teurer. Im Mietwohnungsmarkt besteht ein struktureller Nachfrageüberhang.

Im vergangenen Jahr stieg die Einwohnerzahl um 0,9%. Das Bevölkerungswachstum übertraf erneut das landesweite Niveau von 0,7%. Die Zuwanderung ist ein Treiber für steigenden Wohnraumbedarf. Dadurch ist das inserierte Angebot reduziert. Mitte Juni 2021 lag die tiefste Leerwohnungsziffer bei 0,35% (Schweizer Durchschnitt: 1,54%).

Inflation und abrupte Zinsanstiege

Die grössten Sorgen bereiten am Immobilienmarkt Inflation und abrupten Zinsanstiege am langen Ende der Zinskurve. Die Covid-19-Pandemie dürfte die seit längerem erwartete Zinswende endgültig eingeläutet haben. Auswirkungen der Inflationsraten zeigten sich bereits vor Ausbruch des russischen Angriffskrieges in Preisexplosionen von Energieträgern, Mikrochips oder Baustoffen. Ängste sind durch den Aufwärtsdruck auf Energiepreise und Lebensmittelpreise verstärkt. Der Druck auf die Zentralbanken, an der Zinsschraube zu drehen, führte zu anziehenden Langfristzinsen. Kredite mit langen Laufzeiten verteuerten sich. Weil dies auch Hypotheken betrifft, steigt die Ungewissheit am Immobilienmarkt.

Mit den steigenden Zinsen für längerfristige Finanzierungen ist das Image des Schweizer Eigenheimmarktes ins Wanken geraten. Eigentum ist nicht mehr automatisch günstiger als Wohnen zur Miete. Der Kostenvorteil der Wohneigentümer dreht bei einen Hypothekarzinssatz von rund 2.5%, aktuell nur für längerfristig fixierte Hypotheken. Kürzere Laufzeiten verteuerten sich weniger stark. Geldmarktgebundene Hypotheken sind weiterhin auf historisch tiefen Niveaus.

Nachfrage an Wohneigentum und Finanzierung

Die hohe Qualität im Wohneigentum ist dafür verantwortlich, dass die Schweizer Bevölkerung dieses auch bei höherem Zinsniveau nachfragen wird. Finanzierungslösungen finden sich für den Kauf, welche günstiger als Wohnen zur Miete sind.

Die starke Nachfrage trifft auf ein ausgetrocknetes Angebot. Es werden kaum neue Eigentumsobjekte gebaut. Besitzer verkaufen nur in Ausnahmefällen ihre Häuser und Wohnungen. In dieser Situation werden Preise auch unter mittelfristig etwas geringerer Nachfrage weiter steigen.

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