Den Wert von Wohneigentum steigern

Den Wert von Wohneigentum steigern

Die letzten zwei Jahrzehnte waren Wertsteigerungen von Liegenschaften praktisch ein Selbstläufer - der Markt sorgte für stets steigende Preise. Nun zeichnet sich eine vorübergehende Seitwärtsbewegung ab. Doch mit den richtigen Massnahmen können Eigentümerinnen und Eigentümer den Wert ihrer Immobilie weiterhin positiv beeinflussen.

Seit der Jahrtausendwende haben sich die Preise für Wohneigentum in der Schweiz mehr als verdoppelt. Die hohe Nachfrage bei begrenztem Angebot hat Eigentümerinnen und Eigentümern einen beträchtlichen Wertzuwachs beschert – quasi ohne eigenes Zutun.

Die ansteigenden Zinsen zur Inflationsbekämpfung haben den Preisanstieg nun aber zumindest vorübergehend gebremst. Laut einer Umfrage des Beratungs- und Forschungs- unternehmens FPRE im Mai 2023, an der 918 Immobilienexpertinnen und -experten teilnahmen, erwarten 54 Prozent der Befragten für die kommenden 12 Monate eine Seitwärtsbewegung der Wohneigentumspreise in der Schweiz, 32 Prozent sehen weiterhin steigende Preise und 14 Prozent prognostizieren sinkende Preise. Aufgrund des bestehenden Nachfrageüberhangs und des bescheidenen Wachstums der Bautätigkeit sollten die Preise trotz höherer Hypothekarzinsen vorerst nicht signifikant unter Druck geraten.

Trotzdem ist absehbar, dass der Wertzuwachs geringer ausfallen wird als in den Vorjahren oder sogar ganz ausbleiben könnte. Gezielte individuelle Massnahmen – die über die üblichen Renovationen hinausgehen - können aber dafür sorgen, dass die Immobilie auch in Zeiten der Seitwärtsbewegung am Markt eine Wertsteigerung erfährt:

  • Energetische Massnahmen: Dazu gehören Investitionen in die Dämmung von Fassade, Dach und Keller oder der Austausch der Öl- oder Gasheizung durch ein energieeffizientes und umweltfreundliches Heizungssystem. Diese Massnahmen können einerseits die Energiekosten senken und andererseits den Wert der Immobilie steigern. Eine gute Energieeffizienz ist in der Regel sehr gefragt.
  • Verbesserung des Ausbaustandards: Eine Modernisierung oder eine luxuriösere Gestaltung von Badezimmern oder der Küche kann den Wert erhöhen. Auch ein hochwertiger Innenausbau mit Materialien wie Holz oder Naturstein kann einen Mehrwert schaffen.
  • Vergrösserung der Wohnfläche: Falls die Ausnutzungsziffer noch nicht ausgeschöpft ist, kann durch einen Anbau oder den Ausbau des Dachgeschosses zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden. Auch der Bau eines Wintergartens kann den Marktwert der Immobilie steigern.
  • Anpassung des Grundrisses: Verschiedene Massnahmen am Grundriss können den Wert einer Immobilie erhöhen. Zum Beispiel kann die Umgestaltung eines Hauses mit 6 kleinräumigen Zimmern zu grossräumigeren 4 Zimmern positiven Einfluss auf den Wert haben. Auch der Umbau zu einem barrierefreien Grundriss kann sich finanziell lohnen, insbesondere wenn sich die Immobilie auf einem gut erreichbaren Grundstück befindet.

Nicht alle Massnahmen steigern den Verkaufswert

Bevor man in wertsteigernde Massnahmen investiert, ist es wichtig, sich über das persönliche Motiv im Klaren zu sein. Ist beabsichtigt, die Immobilie in absehbarer Zukunft zu verkaufen und dadurch den Verkaufspreis zu erhöhen? Oder möchte man den persönlichen Wert, also den subjektiven Wert, den die Immobilie für einen selbst hat, steigern? Zum Beispiel kann der Einbau eines einzigartigen Cheminées oder eines speziellen Fensterdesigns den persönlichen Wert der Immobilie erhöhen, den Verkaufswert jedoch nicht steigern – oder im schlimmsten Fall sogar mindern. Steht die Erhöhung des Verkaufswerts im Vordergrund, empfiehlt es sich, vorgängig eine fachkundige Person zu konsultieren. Dies, um sicherzustellen, dass die geplante Massnahme auch tatsächlich den erhofften Mehrwert liefert.

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